Erfahrungsbericht Flughafen Amsterdam (AMS)

Zum Flughafen Amsterdam versuche ich mindestens jedes Jahr einmal hinzufahren. Mit der Zeit ist es aber nicht mehr ganz so interessant, wie es vielleicht beim ersten mal war. Im Gegensatz zu FRA ist hier wenig Bewegung, was die Art des Traffics angeht. So fliegt zum Beispiel nur ein A380 den Flughafen an. Auch Dreamliner sieht man noch sehr selten.

 

Warum also nach AMS? Die Antwort kann unterschiedlich sein. Zum einen bekommt man an ein bis zwei Tagen fast die gesamte KLM-Flotte, die ja jetzt nach und nach mit einer neuen Lackierung ausgestattet wird. Zum anderen ist der Flughafen sehr spotterfreundlich und hat einen hohen Traffic. Je nachdem kommen auch mal interessante Cargos vorbei.

 

Der Flughafen ist mit seinen 5 Runways ziemlich groß. Die Flugzeuge starten und landen eigentlich ohne Konzept, so dass man hier gar nicht sagen kann wo es sich am meisten lohnt. Es gibt zwar Aussagen, dass auf bestimmten Bahnen auch z.B. hauptsächlich afrikanische, amerikanische oder europäische Flugzeuge landen, aber das konnte ich persönlich noch nicht so feststellen. Am besten schaut man kurz vor Ankunft einfach mal bei Flightradar24 rein, wo gerade gelandet und wo gestartet wird.

 

Generell hat der Flughafen eine Menge möglicher Fotopositionen. Ich selbst habe bisher lediglich vier ausprobiert und komme am Ende eh immer wieder zu der selben Stelle zurück – der Poolderbaan.

 

Der Flughafen selbst hat eine Besucherterrasse, die ich allerdings noch nicht ausprobiert habe. Da ich immer mit dem Auto komme, haben mich bisher die Preise für die Parkhäuser abgeschreckt, zumal man ja auch kostenlos an den Bahnen selbst parken kann. Da habe ich bisher noch keine Notwendigkeit gesehen, mal die Besucherterrasse zu besuchen.

 

Die bekannteste Spotterposition ist wohl die Poolderbaan (auf der Karte die Fotoposition 1 und 2). Die Position 1 ist der offizielle Spotterpunkt. Hier hat man allerdings bis Mittags mit Gegenlicht zu kämpfen. Großer Vorteil ist aber, dass diese Position einen Parkplatz und Toiletten hat. Außerdem kommt in der Regel zur Mittagszeit ein Frittenwagen vorbei. Für das Wohl des Spotters ist also bestens gesorgt.

 

Dennoch sollte man sich morgens früh eine andere Position suchen. Da könnte dann die Position 2 helfen. Allerdings ist hier das große Problem, dass man zur Position selbst nicht mit dem Auto fahren sollte, da auf dem Ijweg und insbesondere an der Spotterposition selbst, ein Parkverbot gilt. Die Polizei kommt immer wieder einmal vorbei und kontrolliert. Parken sollte man daher auf dem Schipholweg (N232) und dann den Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Der Fußmarsch zieht sich leider teilweise sehr in die Länge. Toiletten oder eine Verpflegungsmöglichkeit gibt es an dieser Position leider nicht.

 

Die beste Position für morgens früh, habe ich für mich aber erst vor kurzem gefunden – die Kaagbaan.
Hier gibt es die Möglichkeit zu parken, so dass man nicht mehr unnötig lange Wege laufen muss. Zudem hat man morgens sehr schönes Licht im Rücken. An der Kaagbaan gibt es diverse Spottingpositionen (auf der Karte die Fotoposition 3 und 4). Direkt am Parkplatz ist ein kleiner Zaun, über dem man mit einer dreistufigen Leiter hinweg fotografieren kann. Man kann aber auch am Folkstoneweg entlanggehen, bis man zu dem Rangoonweg kommt. Dort auf der Wiese ist ein kleiner Erdhügel, von wo man mit einem 100-44mm Objektiv gute Fotos machen kann. (Aktuell ist der Erdhügel umzäunt und nicht benutzbar - Stand 2015)

 

Zur Mittagszeit eignet sich die Fotoposition am Taxiway Q (auf der Karte die Fotoposition 5). Allerdings fand ich den Traffic dort nicht besonders gut. Die größeren Flugzeuge sind meistens nicht über den Taxiway gefahren sondern außen rum. Oft kamen nur die Cityhopper von KLM. Wenn mal was großes kam, dann vom Cargo-Bereich, aber das leider sehr selten. Eine kleine Trittleiter bietet sich ggf. an, vor allem wenn das ganze Gestrüpp nicht geschnitten wurde. Künftig werde ich hier wohl nicht so oft sein. Parken kann man in einer Seitenstraße für 1 ½ Std. kostenlos.

 

Die Spotterpositionen 6 und 7 auf der Karte habe ich noch nicht ausprobiert. Allerdings werde ich mir das für das nächste mal vornehmen und dann berichten.

 

 

Kameraausrüstung
Die Kameraausrüstung variiert je nach Bahn. An der Poolderbaan reicht ein 70-200mm Objektiv aus. Auf meiner EOS 5D ist eine B747 für mein 100-400mm Objektiv bereits zu groß. Auf der Kaagbaan benötigt man hingegen dann schon das 100-400mm Objektiv. Packt also am besten alles ein, was Ihr habt.

 

Verpflegung

Bis auf der Spotterposition 1 gibt es an den anderen Positionen keine Möglichkeit, sich mit Verpflegung einzudecken. An der Position 1 muss man aber auch erst einmal warten, bis der Frittenwagen kommt – bisher kam er immer, aber vielleicht ändert sich das ja auch mal. Am besten selbst was einpacken. Ansonsten gibt es um den Flughafen herum zwei Mc Donalds, wo man was essen kann (siehe meine Karte).

 

 

Über den folgenden Button kommt Ihr auf meine Google-Map, wo die Spotter-Positionen sowie die oben aufgeführten Beispielfotos angezeigt werden: